Dienstag, 27. Oktober 2009
Nachdem ich hier bereits über Fachvorträge der Onlinehändler ReifenDirekt und s.Oliver, sowie über die Zukunftseinschätzungen Onlinehandel berichtet hatte folgt heute der zweite Teil meines Berichts vom 16. EC-Forum.
Onlinehändler koffer24.de – Zwischen Preisdruck und Professionalisierungszwang, Onlineshops in der Falle?
Joachim Stoll der seit 1998 – den aus einem traditionellen frankfurter Lederwaren- Einzelhändler entstanden Shop – koffer24.de betreibt, berichtete vor allem von Wettbewerbs- und Professionalisierungsdruck. Steigender Wettbewerb durch z.B. Herstellershops oder Markteintrittsvereinfachungen (vgl. Amazon Händler Programm bei dem es sogar möglich ist die Logistik an Amazon auszulagern)sorgen für einen steigenden Preisdruck. Daneben sieht Stoll auch einen Druck zur Professionalisierung; Waren Anfangs beispielsweise 1 AdWord Kampagne mit 20-30 Keywords zu managen, sind es heute 10 bis 20 Kampagnen mit tausenden von Keywords. Diese Steigerung zieht sich für alle Bereich wie Shopdesign, SEO, Bildproduktion usw. fort und bedingt letztendlich den Einsatz von Spezialisten für SEO, SEM, Usability usw. Daneben berichtet er von weiterem Druck anhand der gesetzlichen Bestimmungen; Datenschutz-, Umwelt- und Gewährleistungs-Anforderungen. Aus meiner Sicht ist der Markteintritt zwar leichter den je durch fertige Shop- und Logistiklösungen aber die neue Hürde liegt vor allem in der erfolgreichen Platzierung des eigenen Angebots. Joachim Stoll sieht für die Zukunft vor allem einen weiteren Wachstum des Social Media und entsprechenden Einfluss für den Onlinehandel (vgl. Bewertungen, Beurteilungen, Austausch Kunden untereinander), sowie weitergehende technische Entwicklungen in Touchscreens und mobile Commerce. Sehr beindruckend war der Film “Did You Know 4.0” den Stoll im Rahmen seines Vortrags in Bezug auf die Entwicklungen des Webs zeigte:
Vortrag Mobile Shopping – Wie der E-Commerce mobil wird
Immer wieder angekündigt und zahlenreich prognostiziert stehen die Chancen laut Achim Himmelreich nun wirklich sehr gut, dass Mobile-Commerce in der nächsten Zeit den Durchbruch schafft. Hauptgrund hierfür ist vor allem die Etablierung der Smartphones. Miit großem Bildschirm, schneller Datenverbindung, geeignetem Betriebssystem und Lokalisierungsmöglichkeiten erfüllen diese die notwendigen Vorraussetzung für das mobile Shopping. Weitere begünstigende Faktoren sind die für 2010 in Deutschland prognostierzeten 98 Millionen Handys und 24 Mrd. B2C-E-Commerce Umsatz. Die 4 Hauptanwendungsfelder sind laut Himmelreich:
- Handy-Andwendung, wie iPhone Applets
- Point-of-Sale-Integrationen z.B. Barcode oder QR-Code Scanning
- Mobiles Onlineshopping, wie Mobile Ticketing
- Location-Based-Services z.B. Restaurantfinder in der Umgebung
Achim Himmelreich zeigte 3 mögliche Entwicklungs-Szenarien für Mobile Shopping 2014 auf:
- Schleppende Entwicklung – Mobile Shopping bleibt in der Entwicklung stecken und erreicht mit 300 Mio. EUR Umsatz, 1% des dt. E-Commerce Umsatzes.
- Breite Akzeptanz – Das mobile Einkaufen erreicht eine solide Akzeptanz und schafft mit 920 Mio. EUR (3% des dt. E-Commerce) knapp die 1 Mrd. EUR-Umsatzschallmauer .
- Massentrend – Das mobile Shopping wird zum Zukunftsmarkt mit bis zu 2,1 Mrd. EUR Umsatz entsprechend 7% des dt. E-Commerce.
Letzendlich sind laut Himmelreich alle Anwendungsfelder heute entweder noch in der Einführung oder oder wie im Bsp. der App-Stores in der Wachstumsphase. Reife und Sättigung stehen noch aus und sind vor allem stark abhängig von der weiteren Verbreitung der Smartphones und der Entwicklung geeigneter Bezahl-Systeme. Interessant fand ich seinen Ansatz des Outernets: Das Mobile Shopping ist eine Beispiel für die Verbreitung des Internets über die Grenzen des Computers hinweg.
Vortrag Shop-Optimierung – Mit dem optimierten Web-Shop zum Erfolg
Prof. Dr. Tilo Hildebrand beleuchtete das Thema Shop-Optimierung von einer übergreifenden Perspektive. Bei der Optimierung eines Onlinehandels gibt es seiner Ansicht nach mit der Findability und der Usability zwei zentrale Optimierungsbereiche. Wobei die Findability an erster Steller der Verbesserungs-Priorität steht, denn die Optimierung der Auffindbarkeit und Positionierung im Netz ist essentiell, damit überhaupt Nutzer aus dem Netz zugeführt werden. Im Sinne des Grundsatzes: “Das Team ist mehr als die Summe seiner Einzelteile” sieht Hildebrand bei den Findability Massnahmen die größte Wirkungsstärke beim Zusammenspiel von SEM und SEO. Bei der Usability steht seiner Ansicht nach die Geschwindikeit als zu optimierendes Merkmal an erster Stelle. Ist ein Shop nicht performant genug, nutzen all die weiteren Verbesserungen wie, wichtigste Infos in Augenhöhe oder Kaufanregung, nichts.
Besonders interessant fand ich seinen Ansatz bei den Zahlungsarten; Käufer und Verkäufen habe hier grundsätzlich ersteinmal gegenläufige Interessen: Der Käufer möchte beim Erstkauf möglichst im Nachgang also z.B. über Rechnung zahlen. Demgegenüber steht das Interesse des Verkäufers bei Erstkunden im Vorfeld z.B. über Vorkasse abzurechnen. Das Bindeglied zwischen den Interessen ist die vorhandenen Informationen über den jeweiligen Vertragspartner. Über den Stammkunden gibt es beispielsweise Informationen aus der Vergangenheit und dementsprechend wird diesem gerne der Kauf über Rechnung eingeräumt. Das Thema Stammkunden ist laut Hildebrand auch gleichzeitig einer der wichtigsten Punkte in der Optimierungsausrichtung; Ziel sollte es sein, Stammkundschaft aufzubauen, denn hier ist der maximale Ertrag möglich, was er über eine selbst entwickelte Berechnungsformel vorrechnete.
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Montag, 12. Oktober 2009
Das 16.EC-Forum in Köln, was ich hier angekündigt hatte, war randvoll gepackt mit:
- Erfahrungsberichten und Einschätzungen von den drei Onlinehändlern reifen-direkt.de, koffer24.de und s.Oliver.de
- Diskussionsrunden zur Lage des E-Commerce
- Fachreferaten zu Shop-Optimierung und Mobile-Commerce
Nachfolgend der erste Teil meiner persönliche Kurzzusammenfassung, der aus meiner Sicht interessantesten Beiträge:
Onlinehändler Reifen-Direkt – Wie der Onlinehandel Vertriebsstrukturen ändert
Dr. Andreas Prüfer gründete 1999 ReifenDirekt mit einem Kompagnion, nachdem beide zuvor vom Hersteller Conti gekündigt (O-Ton "rausgeschmissen") wurden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wie z.B. dem Aufbau eines Servicepartner-Netzes für die Reifenmontage oder fehlender Werbemöglichkeiten im Netz (99 gab es noch keine AdWords!) ist Reifen Direkt heute unter den Top 5 Reifenhändler in Europa. Interessant fand ich den Ansatz, dass man den Absatzkanal Online auch in einer Mehrschienen-Systematik bearbeiten kann. So wird z.B. mit Giga-Reifen neben ReifenDirekt eine im Billigsegment positionierte Online-Handelssparte betrieben. Giga-Reifen ist 5% günstiger – dafür aber nur gegen Vorkasse. Diese Zweitschiene dient so z.B. der Positionierung in Preissuchmaschinen und Preisvergleichsdiensten.
Onlinehändler s.Oliver – Marken online – das Beispiel von s.Oliver
Axel Seeger – verantwortlich für den seit ca. 5 Jahren am Markt befindlichen Onlineshop von s.Oliver – zeigte die aus seiner Sicht 4 wichtigsten Erfolgsfaktoren für einen Online-Lifestyle-Shop auf:
1) Sortiment
2) Leistungsversprechen
3) Sicherheitsstandards
4) Prozess-Exzellenz
Interessant dabei fand ich, dass die Prozess-Exzellenz bei einem Mode- und lifestyle Shop extrem entscheidend ist: wer es schafft von der Fotoproduktion der Ware, Einlagerung beim Logistikpartner bis zur Einstellung des Artikels im Onlineshop die höchste Geschwindigkeit bei hoher Qualität hinzubekommen, hat einen klaren Wettbewerbsvorteil.
Macro- und Micro-Conversionrate
Ein weiterer interessanter Ansatz des Vortrags waren die Unterteilung in Macro- und Micro-Conversionrate. Unter Macro-Conversionrate wird bei s.Oliver das Verhältnis von Besucher zu abgeschlossenen Bestellungen verstanden. Die Schritte dazwischen also z.B. das Verhältnis Besucher zu Besucher, die mehr als eine Seite aufgerufen haben wird als Micro Conversionrate erhoben und eingeordnet.
Kundenkarte als Bindeglied für On- und Offline
Bei s.Oliver wird vor allem die Kundenkarte als Bindeglied zwischen den Vertriebskanälen on- und offline eingesetzt. Dies kann aus meiner Sicht auch als Best-Practice-Ansatz verstanden werden, denn in den Diskussionsrunden wurde das Thema-Kundenkarte als Bindeglied immer wieder angerissen.
Podiums-Diskussions – Der Handel der Zukunft
Zwischen den Vorträgen, gab es drei Diskussionsrunden. Besonders spannend fand ich die erste Diskussionsrunde zum Handel der Zukunft u.a. mit Oliver Emrich von der Universität St.Gallen oder Martin Schleinhege von Otto. Hier die wichtigsten Beiträge dieser Runde:
- Kommunikation wird der zentralen Wettbewerbsfaktor im Onlinehandel der Zukunft; Stichwort Social Commerce
- Sehr viele Unternehmen steigen derzeit in den E-Commerce ein, vor allem Mode & Möbel sind derzeit Bereiche mit wachsendem Angebot
- Vernetzung der User unteinander wächst Rapide und beeinflusst auch den E-Commerce z.B. wenn sich Kunden und potentielle Kunden vor einem Kauf austauschen
- ebay – einst gefeierter Star und Wegweiser im Social-Commerce mit Blogs und Foren – befindet sich laut eBay-Spezialist Axel Gronen von wortfilter.de auf einem schlechten Weg. Konzentration auf die Händler und Erschwerung für private Anbieter durch z.B. Pflicht des kostenfreien Versands veringert die Attraktivität der Plattform.
- Zunahme der Verknüfpung zwischen stationärem und Online-Handel.
- Durch die Tendenz in Richtung erklärungsbedürftiger Produkte, wird der Austausch und die Diskussion über Produkte im Netz weiter verstärkt
- Mobile Commerce wird steigen und spielt auch an der Schnittstelle zwischen on- und offline eine immer größere Rolle wie z.B. in dem immer mehr genutzten Fall, dass ein potentieller Kunde im Einzelhandel (offline) mit dem smartphone schnell mal die Preise im Netz vergleicht (online)
- Erlebnisverkauf mit Konzepten wie z.B. Liveshopping (typische Anbieter woot, dealirio, schutzgeld) wird im Netzt steigen
Im zweiten Teil werde ich – neben den Erfahrung des Betreibers von koffer24.de – von den spannenden Vorträgen zu Mobile-Commerce und Shop-Optimierung berichten.
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Mittwoch, 30. September 2009
Optimierung macht sich immer bezahlt. Aber gerade im E-Commerce schlägt sich das direkt in Cent und Euro nieder. Deshalb ist in diesem Bereich auch der Anreiz besonders groß, sich stetig über aktuelle Entwicklungen, Best-Practices und Trends zu informieren.
Eine gute Möglichkeite hierzu bietet das 16. EC-Forum mit folgenden Eckdaten:
Titel: “Online-Handel in Deutschland – Was war, was ist, was wird?”
Datum: 06. Oktober 2009
Ort: Köln
Zeit: Beginn 10 Uhr – Ganztagesveranstaltung (Ende ca. 18 Uhr)
Ausrichter ist das E-Commerce Center Handel (ECC) aus Köln. Im Rahmen seines 10 Jährigen Jubiläums hat das ECC für diese Veranstaltung unterschiedlichste, renommierte Experten für Vorträge und Diskussionsrunden gewinnen können. So sind beispielsweise seitens der E-Commerce Anbieter Vertreter von otto.de, koffer24.de oder auch reifenDirekt.de zugegen.
Aus der Optimierungs-Sicht sind die geplanten Vorträge “Vision – Strategie – Business. Erfolgsfaktoren im eBusiness” und “Mit dem optimierten Webshop zum Erfolg” besonders interessant. Aber auch die weiteren Programmpunkte bieten interessante Inhalte. Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung des Programms:
- Keynote: Wie der Online-Handel Vertriebsstrukturen ändert
- Vortrag: Vision – Strategie – Business. Erfolgsfaktoren im eBusiness
- Diskussion: Alles online oder was? Der Handel der Zukunft
- Vortrag: Zwischen Preisdruck und Professionalisierungszwang – Online-Shops in der Falle?
- Vortrag: Digitalisierung der Endkommunikation – Konsequenzen und Lösungsansätze
- Diskussion: Die Prozesse im Griff – Anforderungen des Online-Handels an den Händler
- Vortrag: E-Payment: Erfolgsfaktor im E-Commerce
- Vortrag: Mobile-Shopping – Wie der E-Commerce mobil wird
- Vortrag: Mit dem optimierten Webshop zum Erfolg
- Diskussion: Online erfolgreich – Chance für den Mittelstand?
Ich habe die Teilnahme am 16. EC-Forum fest eingeplant und werde anschließend hier im Testland-Blog über die Vorträge und Diskussionen berichten.
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Sonntag, 27. September 2009
Gerade mal 3 Tage ist es hier, das schloss die dmexco-Messe – die Nachfolgeveranstaltung der OMD – in Köln ihre Pforten. An beiden Veranstaltungstagen habe ich mich vor allem im Anbieterbereich von Testing-Lösungen umgesehen, Social Media und Internetzukunftsvorträgen gelauscht und ziehe hier meine persönliche Bilanz zur dmexco 2009 bzw. hier folgt der Testland-Blog Messeschlussbericht:
Webanalyse Anbieter rüsten mit Testingtools und externen Auswertungen nach - Der Messebesuch zeigte ganz deutlich, dass verschiedene Webanalyse Anbieter mit Testing-Tools nachrüsten. Ein weiterer Trend – der sich in den Gesprächen und Demos zeigte – ist die Integration von externen Daten. So bietet beispielsweise Webtrekk die Anknüpfung von Wetterdaten an oder Webtrends hat mit “Sozial Measurement” ein eigenes Produkt zur Analyse der Blogosphäre und Co. am Start. Eine ausführliche Betrachtung, welche der Analyse-Anbieter neu mit Testingtools auf dem Markt eingetreten sind, habe ich im AddSugar Blog vorgenommen.
Social Media Monitoring, Social Media im Wahlkampf und das Internet 2020 – Neben dem Besuch der Testingtool-Anbieter habe ich auch zwei Vorträgen zum Social Media und einer Abhandlung zum Internet 2020 gelauscht. Gerne hätte ich auf die Vortragsslides verlinkt aber eine Anfrage beim Verantwortlichen für das Kongress- und Rahmenprogramm bzgl. Onlineabruf der Vortrags-Slides blieb bis heute leider ohne Reaktion. Deshalb hier einige Highlights aus den Vorträgen, die bei mir hängen geblieben sind:
Social Media Measuring
Alex Wunschel referierte im Speakers Corner darüber wie wichtig es ist, dass Social Web zu kennen und auch zu beobachten. Er zeigte einige sehr interessante Fälle, wo das Thema Socical Web durch Firmen vernachlässigt wurde und sich später zum PR-Gau entwickelt hat. Die Fälle sammelt er auch und stellt diese auf der Seite Brouhaha dar. So fand ich persönlich den Fall, des in den USA bekannte Country-Sängers Dave Carroll mit seiner kaputten Gittare und dem Schuldigen United Airlines sehr interessant; Auf einer Reise mit United Airlines sah Caroll von seinem Fenstersitz aus, wie beim Umladen sein Gittarren-Gepäckstück auf den Boden geworfen wurde. Ergebnis gebrochener Gitarrenhals und damit 1.200 $ Schaden. Er wandte sich daraufhin 9 Monate lang an verschiedene Stellen bei United und trotz vielfachem Bemühen seinerseits, war es nicht möglich Ersatz oder wenigstens eine Entschuldigung zum bekommen. Als Reaktion darauf machte Caroll dann daraus ein Lied nebst Video und stellte dies bei youtube ein. Das Vidoe schaffte bis heute fast 6 Millionen Abrufe und laut einer Meldung brach der Aktienkurs als Reaktion darauf rund 10% ein.
Social Media im Wahlkampf
Ein weiterer Vortrag beschäftigte sich mit dem Thema Social Media im Bundestagswahlkampf 2009. Bis dato dachte ich, dass Wahlkampf und Web in Deutschland im Vergleich zu Obama und Co. in den USA eher ein trauriges Hinterwäldler-Daseins darstellen. Aber weit gefehlt, wie das Steinmeier-Girl oder die Piratenpartei, die einen eigenen Blog und Wahlspot-Wettbewerb aufstellte zeigen.
Internet 2020
Joachim Graf von iBusiness stellte in einem Vortrag, die nach seiner Meinung nach kommenden Trends für das Internet im Jahr 2020 dar. Hier ein paar wesentliche Punkte des Vortrags, die ich sehr spannend fand:
- Fragmentierung der Kommunikation; nicht mehr one to many sondern one to one
- Bottom up statt top down und Dialog (Croudsorcing etc.)
- Ende der Seitenmetapher – Inhalte in Snippets, Widgets, Applets und vielen weiteren Formen jenseits der Webseite
- Scannen statt lesen, wachsender Konsum von Häppchen-Infos
- Bestehende Eliten verlieren an Einfluss – Amateure gewinnen an Bedeutung (z.B. Blogger, Twitterer)
- Technische Intelligenz wandert vom Zentralen ins Detail – früher Mainframe, dann PC, heute Handy&Co. und morgen Kleidung, Materialien, Claytronics (intelligenter Staub)
- Kommunikation steht im Vordergrund nicht Technik
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Mittwoch, 16. September 2009
Auf dem US-Markt ist das Thema Optimierung und Testing schon wesentlich länger etabliert. Dementsprechend sind dort auch verstärkt Aktivitäten in diesem Segment zu beobachten. Interessant aus meiner Sicht, sind vor allem die Webinare. Hier gibt es eine Menge von den vorgestellten Experiment-Ergebnissen zu lernen. In der nächsten Zeit werden wieder einige Webinare angeboten. Nachfolgend – quasia als Veranstaltungstipp – die kommenden US-Webinare:
Anbieter FutureNow
Titel: Recession Marketing: From pre-click to post-click
Anmeldung: https://www2.gotomeeting.com/register/985238170
Datum /Zeit: Mittwoch, 16. September 2009 um 12:00 pm EDT (US-Zeit)
Titel: Securing the Sale: Turn Your Site’s Browsers into Buyers
Anmeldung:
https://event.on24.com/eventRegistration/EventLobbyServlet?target=registration.jsp&eventid=158995&sessionid=1&key=6B91AA5A37DBE11D7D5F446B3DAB38FD&partnerref=fn&sourcepage=register
Datum/Zeit: Donnerstag, 17. September 2009 um 2:00 pm EDT (US-Zeit)
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Anbieter Which Test Won
Titel: B2B Marketing Tests
Anmeldung:
http://whichtestwon.com/?page_id=1125
Datum/Zeit: Donnerstag, 24 September um 2:00 pm ET (US-Zeit)
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Anbieter Marketing Experiments
Titel: Beyond landing pages: Conversion rate optimization strategies
Anmeldung: https://www1.gotomeeting.com/register/860397497
Datum/Zeit: Mittwoch, 16 September 2009 um 4:00 p.m. EDT (US-Zeit)
Hinweis: Die angegebenen Zeiten sind entsprechende US-Ortszeiten zum Umrechnen kann einfach z.B. der Service timeanddate genutzt werden.
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Mittwoch, 09. September 2009
Nach etwas Funkstille und den ersten 25 Usability-Bremsen, geht es nun weiter mit den nächsten 25 Dingen, die man vermeiden sollte um Webseiten-Besucher nicht zu verägern:
26. Links die nicht blau oder unterlegt sind – Vielleicht ist es etwas altmodisch aber unterstrichener und/oder blauer Text wird immer eindeutig als Link wahrgenommen. Die größten Websites der Welt wie z.B. amazon oder google nutzen Blau also macht es Sinn, sich an einen solchen ungeschriebenen Standard zu halten.
27. Links die nicht kastanienbraun sind (nach dem Klick) – Oder eine andere Farbe, die eindeutig signalisiert “dieser Link wurde bereits angeklickt”. Natürlich gilt dies nicht innerhalb der Navigation.
28. Links oder rechts positionierte Webauftritte – “Positioniere den Webauftritt zentriert oder trage das Risiko etwas amateurhaft zu wirken.” Ok, dieser Punkt ist eher in der Ruprik Website-Feng-Shui einzuordnen.
29. PDF´s – PDF´s sind heutzutage besser den aber häufig werden diese für Pressemitteilungen oder andere textlastigen Dokumente verwendet, die nicht danach verlangen als PDF angeboten zu werden. Zusätzlich gehört es zur guten Art auch genau zu beschreiben was einem bei dem PDF-Inhalt erwartet.
30. Produktseiten mit schlechten Bildern - Eine Auswahl an brillianten Bilder erzählt sehr viel über das Produkt und gibt die notwendigen Kaufanreize. E-Shop-Betreiber sollten die Möglichkeiten der Darstellungsvielfalt z.B. auch professionelle Videoansichten aktiv nutzen, das hilft zu verkaufen.
31. Produktseiten ohne Schlüsselinformationen – Warum wird man vielfach dazu genötigt, die Warenkorbansicht aufzurufen um herauszufinden, wie die Lieferbedingungen und wie hoch die Versandkosten sind?
32. Logos die nicht mit der Startseite verlinkt sind – Logoverlinkung zur home ist Standard und wird mittlerweile als gegeben vorausgesetzt.
33. Bilder die nach Klick nur eine Seite mit dem gleichen Bild zeigen – Ist in gewisser weise sinnlos. Es scheint als ob manche Content Management Systeme dies aus der Default-Einstellung heraus machen.
34. Schriftarten – Ausgefallene Typos tragen nicht gerade zur Vertrauensbildung bei.
35. Unsinnige Werbeslogans und zugehöriges Material - Der User möchte einfach nur erfahren, was die Firma macht und kein verschwafeltes, nebulöses Marketingblabla lesen, das keine Antworten liefert.
36. Schlechte 404-Seiten – Egal ob der User oder das System den 404-Fehler hervorgerufen haben, eine individuelle 404-Seite mit Kontaktlink, Sitemap und Suche hilft weiter und zeugt von Hilfsbereitschaft und gutem Servicegedanken.
37. Weisser Text auf schwarzem Untergrund … ab und zu – Weiß auf Schwarz kann im richtigen Kontext passen und elegant wirken aber dies macht keinen Sinn auf textlastigen Seiten.
38. Times New Roman – Eine persönliche Meinung, aber es gibt besser Schriftarten fürs Web, meiner Meinung nach lassen sich serifenlose Schriftten am Bildschirm besser lesen.
39. Layout-Wirrwarr - Die besten Webseiten haben einen großartige Typografie und eine feines Gespür für die Balance zwischen Farben, Inhalt und Weißraum.
40. Registrierungspflicht für den Kaufabschluss – Es mag bei einigen Websites Sinn machen aber es sollte dem User freigestellt werden, ob er seinen Einkauf mit der Anlage eines Logins ausführt oder nur mit dem einmaligen Ausfüllen der notwendigen Bestelldaten.
41. Nicht auf Lager… oder doch? – Wenn etwas nicht auf Lager ist, dann bitte klar darauf aufmerksam machen und anstatt der Möglichkeit es zu bestellen lieber eine Benachrichtigungs-Funktion anbieten, die einen per Email oder SMS informiert, wenn die Ware wieder auf Lager ist.
42. Wähle ein Passwort, irgendein Passwort aber nicht dieses – Wenn es gewünscht ist, dass das Passwort Zahlen enthalten oder mindestens 6 Zeichen lang sein soll, dann bitte vor der Eingabe darauf hinweisen und nicht erst nach der Eingabe einen Fehler ausgeben.
43. Verifiziert durch VISA - Es ist klar, dass Banken und E-Shop-Betreiber dies wünschen, aber es stört und ist ein weiterer Schritt im Bestellprozess. Gerade bei wiederkehrenden Käufern sollte die Erstprüfung für eine gewisse Zeit ausreichen und den treuen Kunden somit einen Schritt weniger abverlangen.
44. Rechnungs vs. Lieferadresse – Viele Nutzer möchten auch die Möglichkeit sich die Bestellung ins Büro schicken zu lassen. Dieser Wunsch sollte als Wahloption zwischen unterschiedlicher Rechnungs- und Lieferadresse berücksichtigt werden.
45. Unkonventionelle Navigation – Warum das Rad neu erfinden, wenn es etablierte und gute Standards gibt, die mittlerweile zu Konventionen auf der Nutzerseite geworden sind. Wir sind alle offen für Innovationen aber nicht wenn es um reine Flashnavigationen, ein undurchsichtige Spinnen-Netz-Navigation, unbekannte Vergrößerungsbefehle oder unklare Möglichkeiten der Vor- und Zurück-Navigation geht.
46. Alle Farben des Regenbogens und ein paar mehr – Es ist besser das Farbangebot auf ein überschaubares Maß zu beschränken, weniger ist hier mehr.
47. Keine Kommentarmöglichkeit (in Blogs) – Die Kommentierung hat sich im Web etabliert und gehört dazu, sieh zu beschneiden zeigt, dass die Instrumente und das Vernetzungsprinzip noch nicht ganz verstanden wurden. Was viele “Abschneider” dabei vergessen, der Kommentar sucht sich seinen Weg und erscheint dann gern an andere Stelle. Woanders zu reagieren ist immer viel schwieriger, abgesehen davon es überhaupt mit zu bekommen.
48. Wo ist mein Kommentar – Es ist eine Sache die Kommentarfunktion anzubieten, die andere ist es diese auch zu veröffentlichen – nur dann macht das Ganze einen Sinn.
49. Bookmark Übermaß – Danke, aber es besteht kein Bedarf die Webseite in jedem Social-Media-Dienst dieser Welt zu bookmarken und dies auch direkt anzubieten. Ein Button mit “Diesen Artikel weiterempfehlen” reicht.
50. Rücksichtlose Timeouts – Auf der halben Strecke beim Ausfüllen eines Formulars entsteht plötzlich der Bedarf die gewünschte Eingabeinformation erst zu suchen wie z.B. eine Kundennummer oder ähnliches. Man verbringt fünf Minuten mit der Recherche im Gmail-Account, unter dem Bett oder sonstwo. Nur um danach frustriert einen Timout zu erhalten. Es sollte immer eine Verzögerung bei der Eingabe mitberücksichtigt werden.
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Dienstag, 31. März 2009
Durch einen Hinweis bin ich auf eine interessante Liste von 50 Usability-Aspekten gestoßen, die Nutzer im Web verägern. Umgekehrt gedacht, kann wer sich die Liste zu herzen nimmt auch seine Landing Page, Website oder Shop damit optimieren. Hier mal die ersten 25 Aspekte:
- Automatischer Start – Multimedia Dateien die automatische Starten wie Sounds, Videos usw.
- Interstitials – Anzeigen die eine ganze Website füllen und häufig zwischen einem Seitenwechsel eingesetzt werden z.B. bei längeren Artikeln
- AdSense Überladung – Angebote, die durch AdSense Anzeigen so störend überladen sind, dass der eigentliche Inhalte gesucht werden muss bzw. kaum erfassbar ist
- Banner Überladung – Überladung einer Seite mit Banner, so dass beispielsweise erstmal heruntergescrollt werden muss um den eigentliche Inhalt einer Seite zu finden
- Pop-ups – Fenster die automatisch unaufgefordert sich störend und den Inhalt verdeckend über die aufgerufene Seite legen
- Verdeckende Rollover-Navigation – Rollover Navigation, welche sich so ausrollt, dass die anderen Navigationen überdeckt werden
- Angetäuschte Weißfläche – die in wirklich eine versteckten Link zu Werbung etc. trägt
- Über Seiten verteilte Artikel – die es erfordern ständig weiterzublättern um den Artikel zu lesen und somit den Lesefluss unterbrechen, dem Anbieter aber zahlreiche an Werbeplatzierer abrechenbare Pageimpressions bringt
- Umfrage Pop-ups – Pop-Up-Fenster, die genau dann sich über einen Artikel legen, wenn man begonnen hat zu lesen
- Unterstrichene Links, die auf Werbung verweisen – Links in einem Artikel die nicht inhaltlich Verlinkung sondern nur werblich
- Zu kleine Formularfelder – Formularfelder die nicht ausreichend groß sind, um die geforderten Angaben so einzutragen, dass man auch komplett sieht was gerade eingetippt wird
- Nicht auffindebare Login/Logout´s – Login/Logout Navigation, die so platziert ist, dass sich nicht von jeder Seite aus direkt auffindbar ist
- Captchas die nicht funktionieren – Nicht funktionierende Sicherheits-Eingaben von z.B. in Bildform angezeigter Buchstabekombination bei Registrierungen, die ein Formularmissbrauch verhindern sollen
- Unfilterbare Suchergebnisse – Suchergebnisse, die nicht durch wählbare Kriterien, weiter gefiltert werden können, besonders wichtig im E-Commerce bei der Produktsuche
- Abgeschaltetete „Zurück“- Funtion – Website die Probleme verursachen, wenn der Zurück-Button des Browsers benutzt werden bzw. die Zurück-Funktion unterdrücken/abschalten
- Flash-Voraussetzung – Website, die sich ohne Flash-Plugin nicht bedienen lassen. Damit sind diese Beispielsweise für alle iPhone Nutzer derzeit schonmal nicht nutzbar
- Keine Verlinkung – Artikel, die zwar eine URL erwähnen diese aber nicht gleich verlinken
- Knifflige Dropdowns – die sich schwer bedienen lassen oder bei abgeschaltetem Java-Script keine Alternativnavigation bieten
- Langsam ladende Webseiten – Webseiten, die ein Abbrechen durch ewig lange Ladezeiten herausfordern
- Schwierig lesbarer Text – schlecht oder fast nicht lesbarer Text durch falsche Schriftarten, Schriftfarben, fehlender Kontrast oder falsche Formatierungen
- Unendliche Absätze – Als Daumenregel empfiehlt es sich nicht mehr wie 4 Zeilen pro Absatz und wenn möglich pro Satz ein Gedanke/Idee. Den Blickverlauf verbessern außerdem farblich unterlegte Schlüsselbegriffe.
- Fehlende oder verwirrende Dankes-Seiten – Fehlende Dankesseiten nach einem Kauf oder einer Registrierung, werfen die Frage auf, ob die Interaktion auch tatsächliche funktioniert oder stattgefunden hat.
- Versteckte Telefonnummern – Keinerlei Angabe von Telefonnummern und damit die Möglichkeit der Kontaktaufnahme außerhalb des Webs unterbunden wird (z.B. Einsparung von Callcenter-Kosten)
- Endloser Kündigungsprozess – Vielfaches Nachfragen bei einem Kündigungsprozess (Sind Sie Sicher? Sind Sie wirklich sicher, dass Sie kündigen wollen? usw.) und Pflichtausfüllen von Kündigungsgründen (Bitte helfen Sie uns unseren Service zu verbessern und beantworten Sie folgende Fragen…)
- Undurchdachte Formulare – Formulare die so schwer und unangenehm zu bedienen sind, dass man froh ist, wenn man es am Ende einigermaßen geschafft hat.
Im zweiten Teil, der die nächsten Tage folgt gibt es dann die weiteren 25, sowie einige von mir ergänzten Punkte.
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Donnerstag, 19. März 2009
Nachdem es einige Zeit eher ruhig in der Ruprik 1001-Testidee zugegangen ist möchte ich nun in nächster Zeit diese Ruprik wiederaufleben lassen. Den Neustart macht die Testidee Nr. 3: Test von Angebotsschaltflächen. Angebotsschaltflächen sind für mich im Kopf einer Seite platzierte farbige Flächen, in denen ausgewählte Top-Produkte auf der Startseite im Wechsel präsentiert werden. Hier ein Beispiel von www.ford.com:
Angebotschaltfläche bei ford.com
Was kann alles bei solchen Angebotsschaltflächen getestet werden?
Grundsätzlich erstmal vorhandensein gegen nichtvorhandensein. Daneben bietet eine solches Element zahlreiche Testmöglichkeiten:
- Platzierung von Vorschaubildern der weiteren Produkte/Services z.B. im Bild als Overlay, rechts/links/oben/unten neben dem gerade eingeblendeten Produkt oder Service
- Schaltmöglichkeit z.B. Pfeil-Button wie im obigen Beispiel von Ford oder klickbare Nummern oder ganz allgemein Schaltmöglichkeit vorhanden vs. nicht vorhanden (nur automatische Weiterschaltung nach bestimmter Einblendzeit)
- Einblendungen von Bestellbutton oder Button zum Abruf von weiteren Informationen
- Angabe von Preisen vs. nicht vorhandensein von Preisen
- Anbringungen von Störerern wie z.B. Bestseller-Hineweis
- usw.
Nachfolgend zeigen die Beispiele von karstadt.de, dell.de oder valentines.de wie unterschiedlich Angebotsschaltflächen ausgeprägt sein können (zum Vergrößern bitte jeweiligen Screenshot anklicken):
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Dienstag, 03. Februar 2009
Vor einiger Zeit habe ich hier als Tipp einmal 10 Maßnahmen zur Vertrauensbildung auf z.B. Landing Pages oder E-Shops zusammengestellt. In diesem Zusammenhang bin ich auf die Studie „Die Effektivität vertrauensbildender Maßnahmen im E-Commerce“ des ECC – E-Commerce Center Handel aufmerksam geworden. Hierin werden in Bezug auf die Vertrauensbildung folgende Fragestellungen untersucht:
1) Bringen Vertrauenssiegel von Unabhängigen Institution wie z.B. Trusted Shops messbare Vorteile im Sinne von mehr Verkäufen?
2) Wie stark wirkt es sich aus, auf Internet-Zahlungsverfahren zurückzugreifen, welche von einem Zahlungsverkehrsdienstleister betrieben werden wie z.B. Clickandbuy?
Untersucht wurden die Fragestellungen mit Hilfe eines Experimentes, bei dem das Verhalten von über 500 Teilnehmern in fast 15.000 simulierten Käufen untersucht wurde.
Ergebnisse
Zentrales Ergebnis der Studie ist es, dass im Durchschnitt die vertrauensbildenden Maßnahmen die Anzahl der Käufe um ein Drittel erhöhen.

Wie in der obenstehenden Grafik weiterhin zu sehen, wirken die vertrauensbildenden Maßnahmen bei Digitalen Produkten, wie z. B. MP3-Songdateien, stärker als bei physischen Produkten. Ebenfalls zeigt sich, dass die Maßnahmen bei höherpreisigen Gütern deutlich stärker wirken. In Bezug auf die Zahlungsverfahren brachte die Studie ans Licht, dass eine Ausweisung der Bezahlmethoden im Kontakverlauf vor dem Bestellprozess zu höheren Käufen führte.
Persönliches Fazit
Die Studie ist sehr interessant und gut aufbereitet. Alle, die sich mit Transaktionen im Netz, sei es nun für einen Onlineshop, eine Landing Page oder anderer Stelle beschäftigen, kann ich die Studie empfehlen. Auf den Punkt gebracht sind mit dieser Studie aus meiner Sicht folgende Erkenntnisse belegt:
- Vertrauensbildende Maßnahmen wirken verkaufsteigernd
- Je höher der Produktpreis, umso stärker die Wirkung der vertrauensbildenden Maßnahmen
- Bei digitalen Produkten wirken die vertrauensbildenden Maßnahmen nochmals stärker
- Nur ein früher Hinweis im Kontaktverlauf auf die Zahlungsmethoden (bei Zahlungsmethoden von Zahlungsverkehrsdienstleistern) führt zu einer deutlichen Vertrauenssteigerung
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Montag, 12. Januar 2009
Nach Teil I Tools zur Perfomance und Ladzeiten-Prüfung und Teil II Inhalt & Zugriffsfähigkeit folgen heute im dritten Teil nützliche Tools, wenn es um die Prüfung der Positionierung geht. Mit der Positionierung ist gemeint, wie steht die Seite im Vergleich zu anderen Seiten da und wie steht sie im Kontext mit anderen Webseiten.
1) Verlinkung
Die Verlinkung einer Website ist ein entscheidendes Positionierungskriterium. Suchmaschinen wie Google beispielsweise räumen der Verlinkung einen relativen hohen Gewichtungsfaktor bei der Rankingbewertung ein. War es früher notwendig die Abfragen "per Hand" – z.B. in Google über die Eingabe von z.B. link:http://www.testland-blog.de zu machen – gibt es heute diverse Tools, die diese Arbeit automatisiert übernehmen. Sehr gute Erfahrungen habe ich hierbei mit Linkdiagnosis gemacht. Um das volle Funktionspektrum von Linkdiagnosis zu nutzen, bedarf es der Installation des Firefox-Adons und der Ausführung der Abfrage in Firefox. Das Tool zeigt die einzelnen Backlinks mit zugehörigen Pageranks, die indexierten Seite nach Gewichtung, sowie die die Linktypen (nofollow etc.). Pagerank und Linktypen werden auch grafisch nochmals dargestellt. Für den Testland-blog sieht eine Abfrage dann wie folgt aus:
(zum Vergrößern bitte auf den Screenshot klicken, erstellt mit SnagIt)
2) Extern erstelltes Ranking
Was Linkdiagnosis schon zeigt, ist das der Pagerank ein wichtiger, bewertender Faktor einer Webseite ist, wenn es um die Positionierung im Netz geht. Neben dem Pagerank sind Anzahl der Lesezeichen in Bookmarking-Tools wie del.icio.us, die indexierte Webseiten in Google, Yahoo und in Microsoft-Live ein wichtiger Faktor wenn es um die Bewertung und den Vergleich von Webseiten geht. All diese Faktoren und noch einige mehr werden aus meiner Sicht sehr gut von den beiden Tools seitwert und xinu ermittelt. Bei xinu gibt es mehr Details und Analysen dafür bietet seitwert eine Bewertung der einzelnen untersuchten Bereiche, sowie ein Gesamtbewertung an, was gerade bei einer stetigen Beobachtung sehr praktisch ist. Eine Abfrage für den Testland-Blog in beiden Tools zeigt beispielhaft das Funktionspektrum der beiden Werkzeuge:
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Testland-Blog.de
Einfach besser optimiert