Nach etwas Funkstille und den ersten 25 Usability-Bremsen, geht es nun weiter mit den nächsten 25 Dingen, die man vermeiden sollte um Webseiten-Besucher nicht zu verägern:
26. Links die nicht blau oder unterlegt sind – Vielleicht ist es etwas altmodisch aber unterstrichener und/oder blauer Text wird immer eindeutig als Link wahrgenommen. Die größten Websites der Welt wie z.B. amazon oder google nutzen Blau also macht es Sinn, sich an einen solchen ungeschriebenen Standard zu halten.
27. Links die nicht kastanienbraun sind (nach dem Klick) – Oder eine andere Farbe, die eindeutig signalisiert “dieser Link wurde bereits angeklickt”. Natürlich gilt dies nicht innerhalb der Navigation.
28. Links oder rechts positionierte Webauftritte – “Positioniere den Webauftritt zentriert oder trage das Risiko etwas amateurhaft zu wirken.” Ok, dieser Punkt ist eher in der Ruprik Website-Feng-Shui einzuordnen.
29. PDF´s – PDF´s sind heutzutage besser den aber häufig werden diese für Pressemitteilungen oder andere textlastigen Dokumente verwendet, die nicht danach verlangen als PDF angeboten zu werden. Zusätzlich gehört es zur guten Art auch genau zu beschreiben was einem bei dem PDF-Inhalt erwartet.
30. Produktseiten mit schlechten Bildern - Eine Auswahl an brillianten Bilder erzählt sehr viel über das Produkt und gibt die notwendigen Kaufanreize. E-Shop-Betreiber sollten die Möglichkeiten der Darstellungsvielfalt z.B. auch professionelle Videoansichten aktiv nutzen, das hilft zu verkaufen.
31. Produktseiten ohne Schlüsselinformationen – Warum wird man vielfach dazu genötigt, die Warenkorbansicht aufzurufen um herauszufinden, wie die Lieferbedingungen und wie hoch die Versandkosten sind?
32. Logos die nicht mit der Startseite verlinkt sind – Logoverlinkung zur home ist Standard und wird mittlerweile als gegeben vorausgesetzt.
33. Bilder die nach Klick nur eine Seite mit dem gleichen Bild zeigen – Ist in gewisser weise sinnlos. Es scheint als ob manche Content Management Systeme dies aus der Default-Einstellung heraus machen.
34. Schriftarten – Ausgefallene Typos tragen nicht gerade zur Vertrauensbildung bei.
35. Unsinnige Werbeslogans und zugehöriges Material - Der User möchte einfach nur erfahren, was die Firma macht und kein verschwafeltes, nebulöses Marketingblabla lesen, das keine Antworten liefert.
36. Schlechte 404-Seiten – Egal ob der User oder das System den 404-Fehler hervorgerufen haben, eine individuelle 404-Seite mit Kontaktlink, Sitemap und Suche hilft weiter und zeugt von Hilfsbereitschaft und gutem Servicegedanken.
37. Weisser Text auf schwarzem Untergrund … ab und zu – Weiß auf Schwarz kann im richtigen Kontext passen und elegant wirken aber dies macht keinen Sinn auf textlastigen Seiten.
38. Times New Roman – Eine persönliche Meinung, aber es gibt besser Schriftarten fürs Web, meiner Meinung nach lassen sich serifenlose Schriftten am Bildschirm besser lesen.
39. Layout-Wirrwarr - Die besten Webseiten haben einen großartige Typografie und eine feines Gespür für die Balance zwischen Farben, Inhalt und Weißraum.
40. Registrierungspflicht für den Kaufabschluss – Es mag bei einigen Websites Sinn machen aber es sollte dem User freigestellt werden, ob er seinen Einkauf mit der Anlage eines Logins ausführt oder nur mit dem einmaligen Ausfüllen der notwendigen Bestelldaten.
41. Nicht auf Lager… oder doch? – Wenn etwas nicht auf Lager ist, dann bitte klar darauf aufmerksam machen und anstatt der Möglichkeit es zu bestellen lieber eine Benachrichtigungs-Funktion anbieten, die einen per Email oder SMS informiert, wenn die Ware wieder auf Lager ist.
42. Wähle ein Passwort, irgendein Passwort aber nicht dieses – Wenn es gewünscht ist, dass das Passwort Zahlen enthalten oder mindestens 6 Zeichen lang sein soll, dann bitte vor der Eingabe darauf hinweisen und nicht erst nach der Eingabe einen Fehler ausgeben.
43. Verifiziert durch VISA - Es ist klar, dass Banken und E-Shop-Betreiber dies wünschen, aber es stört und ist ein weiterer Schritt im Bestellprozess. Gerade bei wiederkehrenden Käufern sollte die Erstprüfung für eine gewisse Zeit ausreichen und den treuen Kunden somit einen Schritt weniger abverlangen.
44. Rechnungs vs. Lieferadresse – Viele Nutzer möchten auch die Möglichkeit sich die Bestellung ins Büro schicken zu lassen. Dieser Wunsch sollte als Wahloption zwischen unterschiedlicher Rechnungs- und Lieferadresse berücksichtigt werden.
45. Unkonventionelle Navigation – Warum das Rad neu erfinden, wenn es etablierte und gute Standards gibt, die mittlerweile zu Konventionen auf der Nutzerseite geworden sind. Wir sind alle offen für Innovationen aber nicht wenn es um reine Flashnavigationen, ein undurchsichtige Spinnen-Netz-Navigation, unbekannte Vergrößerungsbefehle oder unklare Möglichkeiten der Vor- und Zurück-Navigation geht.
46. Alle Farben des Regenbogens und ein paar mehr – Es ist besser das Farbangebot auf ein überschaubares Maß zu beschränken, weniger ist hier mehr.
47. Keine Kommentarmöglichkeit (in Blogs) – Die Kommentierung hat sich im Web etabliert und gehört dazu, sieh zu beschneiden zeigt, dass die Instrumente und das Vernetzungsprinzip noch nicht ganz verstanden wurden. Was viele “Abschneider” dabei vergessen, der Kommentar sucht sich seinen Weg und erscheint dann gern an andere Stelle. Woanders zu reagieren ist immer viel schwieriger, abgesehen davon es überhaupt mit zu bekommen.
48. Wo ist mein Kommentar – Es ist eine Sache die Kommentarfunktion anzubieten, die andere ist es diese auch zu veröffentlichen – nur dann macht das Ganze einen Sinn.
49. Bookmark Übermaß – Danke, aber es besteht kein Bedarf die Webseite in jedem Social-Media-Dienst dieser Welt zu bookmarken und dies auch direkt anzubieten. Ein Button mit “Diesen Artikel weiterempfehlen” reicht.
50. Rücksichtlose Timeouts – Auf der halben Strecke beim Ausfüllen eines Formulars entsteht plötzlich der Bedarf die gewünschte Eingabeinformation erst zu suchen wie z.B. eine Kundennummer oder ähnliches. Man verbringt fünf Minuten mit der Recherche im Gmail-Account, unter dem Bett oder sonstwo. Nur um danach frustriert einen Timout zu erhalten. Es sollte immer eine Verzögerung bei der Eingabe mitberücksichtigt werden.
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