Montag, 12. Januar 2009
Nach Teil I Tools zur Perfomance und Ladzeiten-Prüfung und Teil II Inhalt & Zugriffsfähigkeit folgen heute im dritten Teil nützliche Tools, wenn es um die Prüfung der Positionierung geht. Mit der Positionierung ist gemeint, wie steht die Seite im Vergleich zu anderen Seiten da und wie steht sie im Kontext mit anderen Webseiten.
1) Verlinkung
Die Verlinkung einer Website ist ein entscheidendes Positionierungskriterium. Suchmaschinen wie Google beispielsweise räumen der Verlinkung einen relativen hohen Gewichtungsfaktor bei der Rankingbewertung ein. War es früher notwendig die Abfragen "per Hand" – z.B. in Google über die Eingabe von z.B. link:http://www.testland-blog.de zu machen – gibt es heute diverse Tools, die diese Arbeit automatisiert übernehmen. Sehr gute Erfahrungen habe ich hierbei mit Linkdiagnosis gemacht. Um das volle Funktionspektrum von Linkdiagnosis zu nutzen, bedarf es der Installation des Firefox-Adons und der Ausführung der Abfrage in Firefox. Das Tool zeigt die einzelnen Backlinks mit zugehörigen Pageranks, die indexierten Seite nach Gewichtung, sowie die die Linktypen (nofollow etc.). Pagerank und Linktypen werden auch grafisch nochmals dargestellt. Für den Testland-blog sieht eine Abfrage dann wie folgt aus:
(zum Vergrößern bitte auf den Screenshot klicken, erstellt mit SnagIt)
2) Extern erstelltes Ranking
Was Linkdiagnosis schon zeigt, ist das der Pagerank ein wichtiger, bewertender Faktor einer Webseite ist, wenn es um die Positionierung im Netz geht. Neben dem Pagerank sind Anzahl der Lesezeichen in Bookmarking-Tools wie del.icio.us, die indexierte Webseiten in Google, Yahoo und in Microsoft-Live ein wichtiger Faktor wenn es um die Bewertung und den Vergleich von Webseiten geht. All diese Faktoren und noch einige mehr werden aus meiner Sicht sehr gut von den beiden Tools seitwert und xinu ermittelt. Bei xinu gibt es mehr Details und Analysen dafür bietet seitwert eine Bewertung der einzelnen untersuchten Bereiche, sowie ein Gesamtbewertung an, was gerade bei einer stetigen Beobachtung sehr praktisch ist. Eine Abfrage für den Testland-Blog in beiden Tools zeigt beispielhaft das Funktionspektrum der beiden Werkzeuge:
(zum Vergrößern bitte auf den Screenshot klicken, erstellt mit SnagIt)
(zum Vergrößern bitte auf den Screenshot klicken, erstellt mit SnagIt)
Testland-Blog.de
Einfach besser optimiert
Donnerstag, 13. November 2008
Nachdem ich im Teil I Tools zur Perfomance und Ladzeiten-Prüfung vorgestellt habe, wird in diesem Artikel
Gruppe II Inhalt & Zugriffsfähigkeit,
die mit Tools geprüft werden können, beleuchtet.
Auch hier gibt es wieder jede Menge Tools im Web und ich möchte als Service nur die vorstellen, die möglichst viel abdecken und mit denen ich schon gute Erfahrungen gesammelt habe.
—————————————-
Landing Pages auf Inhalt prüfen
———————————-
Eine automatisierte Prüfung mit einem Dienst kann zwar nie eine manuelle Prüfung, gerade in Bezug auf den Inhalt, ersetzen aber Sie kann den gesamten Prüfprozess unterstützen und beschleunigen.
1) Seittest.de
Seittest.de ist ein Tool, auf das ich erst vor kurzem aufmerksam gemacht wurde, welches aber gerade in Bezug auf Lesbarkeit und Textniveau – meiner Kenntnis nach – eine sonst nirgendwo angebotene Prüfung anbietet.
Hintergrundinfos zur Lesbarkeits- und Niveau-Prüfung
Bei der Lesbarkeit, wird angelehnt an den Lesbarkeitsindex mit Hilfe einer mathematischen Metrik die durchschnittliche Satzlänge und Silbenanzahl pro Wort ermittelt und durch die Metrik bewertet. Das Textniveau wird anhand einer Heuristik untersucht und bewertet die verwendeten Satzkonstruktionen und Worte. Dabei gilt, dass z.B. Worte wie “hinsichtlich” gegenüber “als” zur einer Aufwertung führen.
Landing Pages hohe Lesbarkeit & niedriges Sprachniveau
Gerade bei Landing Pages macht es aber aus meiner Sicht mehr Sinn, wenn nach dieser Beurteilung die Lesbarkeit hoch und das Sprachniveau niedriger ausfällt. Denn bei der Landing Page wird gerade ja im Erstkontakt (siehe Landing Page Prozess) die Seite nur gescannt und evtl. noch etwas überflogen; Text mit eher komplexten Satzkonstruktionen sind in diesem entscheidenden Stadium daher eher hinderlich.
Beispiel-Report für Testland-Blog.de (zum Vergrößern bitte anklicken):
Neben den oben beschriebenen Kriterien werden insgesamt noch 23 weitere Punkte wie z.B. Backlinks, verwendetes Analysetool und Antwortzeit geprüft.
Fazit
Wer nur mit einem Tool agieren möchte, der bekommt mit seittest eine Menge an Informationen geliefert und dazu noch die sonst nicht erhältlichen Prüfungen von Lesbarkeit und Sprachniveau.
2) ABAKUS Topword V.1
Das zweite Tool ABAKUS Topword V.1 untersucht die eingegebene Seite auf verwendete Schlüsselwörter. Eigentlich ist der Dienst für die Suchmaschinenoptimierung als Hilfe gedacht aber gerade für die Inhaltsprüfung einer Landingpage hilft das auch enorm. Denn es ist ersichtlich wie häufig welche Wörter vorkommen. Damit damit kann nachvollzogen werden, wie häufig einer Erstbesucher im Scanprozess wichtigen Schlüsselwörtern begegnet. Zum anderen hilft dieses Prüfergebniss die Filter und Verstärker zu identifizieren. Filter und Verstärker, was ist das? Wie im Direktmarketing kann man bei Zielseiten prüfen, wieviele positiv besetzte Wörter (=Verstärker) und wieviele negativ besetzte (=Filter) vorkommen. Grundregel: Immer mehr Verstärker als Filter.
Beispiel-Report für Testland-Blog.de (zum Vergrößern bitte anklicken):
——————————————————–
Landing Pages auf Zugriffsfähigkeit prüfen
———————————————–
Damit die Zielseite auch von einem breiten Benutzerkreis der anvisierten Zielgruppe genutzt werden kann, ist es wichtig das die Seite sich von unterschiedlichen Browsern und Endgeräte problemlos aufrufen lässt. Ein aus meiner Sicht stark wachsendes Thema ist auch der Zugriff von mobilen Endgeräten. Deshalb lohnt es sich die Landing Page auch hierauf zu prüfen. Folgende Tools leisten mir für diese Aspekte gute Dienste:
1) Opera-Mini
Mit der Demo-Seite der Handy-Spezialversion des Browsers Opera kann sehr gut ein Zugriff von einem Mobiltelefon simuliert werden.
Beispiel-Ansicht für Testland-Blog.de (zum Vergrößern bitte anklicken):
Um einen iPhone Zugriff zu simulieren gibt es diese Webseite: http://iphonetester.com/. Allerdings habe ich selbst ein iPhone und bin der Meinung, das der Emulator manchmal doch nicht die wirkliche iPhone-Sicht vermittelt.
2) Browserzugriff
Der umfrangreichste Dienst, den ich kenne ist browsershot.org. Allerdings ist der kostenfreie Abruf meist mit langen Wartezeiten verbunden. Alternativ wird auch eine Prioritätszugriff für 10 EUR pro Monat angeboten.
Hier bin mittlerweile dazu übergegangen einfach die gängisten Browser von IE, Firefox über Safari bis Opera bei mir zu installieren und damit die Seiten zu prüfen.
Im dritten Teil geht es um Tools zur Prüfung zur Seitenpositionierung. Bleiben Sie also dran und besuchen Sie den Testland-Blog wieder oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed und lassen Sie sich bequem und automatisch über neu erschienene Artikel informieren.
Testland-Blog.de
Einfach besser optimiert
Donnerstag, 06. November 2008
Heute kam ich auf die Idee doch mal die aus meiner Sicht besten Tools, mit denen man eine Landing Page auf verschiedene Zusatz-Kriterien, wie z.B. Ladezeit prüfen kann, zusammenzustellen. Die Tools sind wie folgt nach Ihrer Anwendung gruppiert:
Gruppe I: Ladezeit & Perfomance
Gruppe II: Inhalt & Zugriffsfähigkeit
Gruppe III: Positionierung
——————————–
Tools Ladezeit & Perfomance
——————————–
Das Thema Ladezeit hat aus meiner Sicht aufgrund von zwei Punkten hohe Relevanz:
Deshalb sollte jede Landing Page Optimierung auch den Punkte Ladezeit berücksichtigen. Für Perfomance und Ladezeit, gibt es eine große Menge an Tools. Zwei Instrumente, die ich auch aktiv nutze, habe ich hier herausgegriffen und kann diese auch dementsprechend weiterempfehlen:
1) Webwait
Wenn es um die Gesamtladezeit einer Landing Page geht ist Webwait.com das Tool meiner Wahl. Webwait ermittelt live die Ladezeit und wiederholt die Messung mehrfach, um verschiedene Referenzpunkte zu setzen. Daraus wird anschließend dann eine durchschnittliche Ladezeit – und damit ein realistisches Bild – ermittelt. Für den Testland-Blog sieht dann das Ergebnis so aus (zum Vergrößern bitte Bild anklicken):

Nicht nur die eigene Ladezeit ermitteln
Sinnvoll ist es nicht nur die Ladezeit der eigenen Landing Page, sondern auch die der Konkurrenten zu ermitteln. Somit wird das Ergebnis relativiert und man erhält einen guten Vergleich, wie gut die eigene Seite sich entsprechend der Ladezeit positioniert. Praktischerweise bietet Webwait auch gleich eine Bookmarfunktion an, mit der die im Browser geöffneten Seiten direkt (ohne URL-Eingabe) getestet werden können.
2) Web Page Analyzer
Hat man mit einem Tool wie Webwait die Gesamtladezeit ermittelt und festgestellt, dass hier Optimierungsbedarf besteht, gilt es nun im zweiten Schritt die Frage zu klären: “Welche Elemente sind denn die Perfomancebremser auf der Landing Page?” Unter WebPageAnalyzer.com wird nach Eingabe einer URL oder einem Quelltext die zu dieser Seite gehörenden Objekte und Ihre Größe ermittelt, nebst abgeschätzter Downloadzeiten. Als Ergebnis erhält man eine Aufstellung der gefunden Objekte, gegliedert nach verschiedenen Gruppierungen wie z.B. Seitenobjekte oder externe Objekte. Auf der Detailebene wird für jedes Objekt die Größe in Byte angegeben. Ein Report für www.testland-Blog.de sieht dann wie folgt aus (zum Vergrößern bitte Bild anklicken):

Entsprechend kann man nach so einem Report auch zielgerichtet die Showstopper identifizieren und gleich optimieren.
——————————————
Tools Inhalt & Zugriffsfähigkeit
———————————–
Im zweiten Teil geht es um Tools zur Prüfung von Inhalt und Zugriffsfähigkeit. Bleiben Sie also dran und besuchen Sie den Testland-Blog wieder.
Testland-Blog.de
Einfach besser optimiert
Freitag, 19. September 2008
Vor kurzem hatten wir unseren dritten Teil der Serie 3 Schritte-Website-Test mit dem Google Website Optimizer abgeschlossen. Nun gibt es beim Google Website Optimizer mit z.B. der Kombinations-Deaktivierung oder der Offline Testseiten-Identifizierung neue Funktionen. Daneben hatten wir in unserer Serie auch die Funktion Experiment kopieren noch nicht vorgestellt. Dies holen wir nun zusammen mit der Vorstellung der neuen Funktionen nach.
Wie sehen diese Features im Detail aus?
1) Kombinationen deaktiveren
War es bis dato nicht möglich einzelne Kombinationen (Varianten), die z.B. sehr schlechte Ergebnisse bringen, zu deaktivieren, so wurde diese Möglichkeit nun als Feature neu etabliert.
Nach Klick auf “Bericht anzeigen” finden sich nun vor den aufgelisteten Kombinationen Checkboxen. Werden für bestimmte Kombinationen diese Checkboxen aktivert und die Schaltfläche “Deaktivieren” geklickt werden diese Kombinationen im aktuellen Test nicht mehr ausgespielt.
2) Experiment kopieren
Noch nicht vorgestellt hatten wir in unserer dreiteiler Serie die Funktion “Kopieren”. Google beschreibt das wie folgt:
“Beim Kopieren eines Tests wird eine identische Kopie des Tests unter einem neuen Namen erstellt. Die Kopie hat die gleichen Seitenbereiche, Variationen und Einstellungen wie das Original. Sie ist somit sofort verwendbar. Sie können Variationen vor der Aktivierung hinzufügen oder ändern. Das Hinzufügen neuer Bereiche setzt jedoch voraus, dass Sie Ihre Testseite bearbeiten und vor der Aktivierung erneut bestätigen.”´
Um ein Experiment zu kopieren sind drei Schritte notwendig:
a) Zuerst in der Übersicht des einzelnen Experimentes unter dem Punkt “5. Ausführen” den Link “kopieren” wählen.
b) Danach erfolgt ein Hinweis in dem beschrieben wird, dass einer Kopie neue Variationen der Seitenbereiche hinzugefügt oder bestehende geändert werden können und die Kopie erst noch aktiviert werden muss. Danach wird der Button “Test kopieren” geklickt.
!!VORSICHT!!: Das Aktivieren der Kopie bewirkt das der Original-Test (von dem die Kopie angefertigt wurde) automatisch gestoppt wird, falls dieser noch aktiv ist.
c) Man kommt dann in den Schritt 5 zur Aktivierung kann aber von hier aus zurückspringen und entsprechende Anpassungen an den Seitenbereichen vornehmen. Danach geht es wieder zu Schritt 5 und der Test wird aktiviert.
Laut dem offiziellen Google Website Optimizer Blog gibt es noch die folgenden neuen Funktionen. Allerdings konnte ich diese in Verwendung noch nicht selber ausprobieren bzw. entdecken. Vielleicht dauert es noch etwas bis diese auf alle Accounts ausgerollt sind.
3) Alert für validierte Gewinner-Kombination
Ist eine Kombination aufgrund der erreichten Ergebnisse statistisch valide und deutlich besser als die anderen Varianten wird hierauf angeblich mit einem Alert hingewiesen. (Diese Funktion konnte ich selbst noch nicht testen)
4) Offline Testseiten Identifizierung
Im Schritt 1 bei der Anlage eines Experimentes im Google Website Optimizer werden bis dato die Testseiten via URL-Eingabe verifiziert. Dies bedeutet jedoch, dass die Testseiten bereits online sein müssen, um ein Experiment einrichten zu können. Laut dem offiziellen Google Website Optimizer Blog gibt es ab sofort auch die Möglichkeit per “Dursuchen” Button eine html-Testseite auf der eigenen Festplatte verifizieren zu lassen. In meinem Account konnte ich jedoch diese Funktion noch nicht finden, ich vermute, dass Google hier schrittweise die neuen Funktionen auf die einzelnen Accounts ausrollt.
Testland-Blog.de
Einfach besser optimiert
Hat Ihnen dieser Artikel zu neuen Funktionen des Google Website Optimizers gefallen, dann abonnieren Sie doch unseren RSS-Feed.
Freitag, 15. August 2008
Durch die Buchpause hat es etwas gedauert bis der dritte Schritt unserer dreiteiligen Serie für die Arbeit mit dem Google Website Optimizer (=Tutorial Googel Website Optimizer) fertig ist. In diesem Artikel behandeln wir den dritten Schritt Testerstellung und Teststart.
Veranschaulichung anhand Beispiel
1) Ausgangssituation:
Auf einer Demo-Seite für den Testland-Blog wird das Thema Testing angepriesen. Ziel der Seite ist es, dass die Besucher den Button am Ende der Seite anklicken. Sie gelangen dann auf eine Folgeseite mit verschiedenen Links.

2) Zielsetzung Test:
Getestet werden sollen nun 2 neue und die bisherige Überschrift und 2 neue Klick-Button und der bisherige Button. Somit haben wir zwei Testelemente: Überschrift und Klick-Button mit jeweils 3 Testlevel (inkl. Original). Damit ergeben sich dann 9 Test-Varianten: drei verschiedene Überschriften und drei verschiedene Klick-Buttons. Als zugehöriger Erfolg gegen den wir testen wird der Klick auf den Button und damit der Aufruf der Folgeseite definiert.

Die Schritte zur Umsetzung des Beispiels Google Website Optimizer
Zuerst erfolgt eine Anlage eines neuen Experimentes im Google Website Optimizer. Danach gibt es einen von Google Website Optimizer vorgegebenen Prozessablauf von 5 Schritten. Schauen wir uns das ganze nochmal im Überblick an: (mehr…)