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Praxiswissen zu Testing, Optimierung und Landingpage


Montag, 29. März 2010

Banner mit Spendenaufruf: Spenden-Fortschrittsanzeige oder Zitat als Eyecatcher verwenden?

Livetesting zieht sich mittlerweile durch alle Bereiche, egal ob Business to Business, Business to Consumer oder Non-Profit, wie Wikipedia eindrucksvoll zeigt. Das bekannte Onlinelexikon hatte im Dezember 2009 intensiv verschiedene Bannerkampagnen zum Spendenmarathon getestet. Hier ein schönes Beispiel aus dieser Testreihe:

 

Variante A

wikimedia-banner-A
Banner “Spender-Zitat”

vs.

Variante B

wikimedia-banner-B
Banner "Spenden-Fortschrittsanzeige"

Ergebnis und Gewinner

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Montag, 22. März 2010

Onlineservice-Test: Was funktioniert besser: Homepage mit Portalansatz oder informationsreduzierter Ansatz?

Gymniee (umbenannt heute: dailyburn) – ein Onlinedienst bei dem Mitglieder ihre Sportaktivitäten verwalten und sich austauschen können – testete zwei verschiedene Versionen der Homepage:

Version A

Version B

gyminee-test-original 
Homepage “Portal-Ansatz”
gyminee-test-new1 
Homepage “Reduzierter Ansatz”
  • Navigationsleiste im Seitenkopf
  • Vorteilsliste und Heroshot mit Registrierungs- und Tour-Button
  • Artikel Teaser Blog
  • Neueste Nutzer-Postings
  • Vorstellung ausgewählter Nutzer
  • Vorstellung ausgewählter Themen

==> Insgesamt 25 Optionen innerhalb einer Bildschirmlänge

  • Navigationsleiste verkleinert im Seitenfuss
  • Grooße Vorteilsliste und Heroshot mit Registrierungs- und Tour-Button

 

==> Nur 5 Optionen innerhalb einer Bildschirmlänge

 

Ergebnis und Gewinner

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Freitag, 19. März 2010

Kategorieseiten-Test: Was funktioniert besser: mit oder ohne Topseller-Liste?

Auch im Olympiaumfeld wird getestet. Innerhalb des offiziellen Merchandising-Shops zu den olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver wurden verschiedene Versionen der Kategorieseite getestet. Folgende Versionen wurden ins Rennen geschickt:

Version A

Version B
olympic-kat-test-a olympic-kat-test-b

      “Mehr-Info”- Layout

      • 4 Artikel in einer Reihe
      • “Most Popular”- Liste auf der rechten Seite (siehe 3)
      • Verfügbare Farbe je Artikel (siehe 1)
      • Links zu Liefer- und Rückgabebedingungen (siehe 2)

      “Reduziertes”- Layout

      • 5 Artikel in einer Reihe

      Gewinner: Version A
      Interessant obwohl in der Regel reduzierte und damit übersichtlichere Layouts besser funktionieren, gewann die Version A. Diese brachte im Test 7,7% mehr Verkäufe und hob dabei die durchschnittliche Gesamt-Conversionrate der Site auf 22,1%. Allerdings hatte Version A auch eine höhere Abbruchrate.

      Quelle: http://whichtestwon.com/archives/3376

      Testland-Blog.de
      Einfach besser optimiert

      Dienstag, 16. März 2010

      Wie Sie mit Eyetracking-Simulationen Website oder Landing Page optimieren

      Analysetools aus den USA und Deutschland ermöglichen eine simulierte Blickverlaufsbeobachtung für Website, Landing Page oder Werbemittel. Mit diesen Analysen lassen sich sowohl die Wahrnehumg einer Website sehr schnell und fundiert feststellen als auch Verbesserungen vornehmen.

      Wie funktioniert Eyetracking?
      Seit vielen Jahren werden in Usability-Laboren oder in Marktforschungsstudien Augenbeobachtungskameras eingesetzt. Hierbei wird einem Probanden ein spezielles Gerät angelegt, welches die Augenbewegungen aufzeichnet. In einem nachfolgenden Test wird dem so ausgerüsteten Probanden dann z.B. eine Website gezeigt. Die Kameras zeichnen hierbei auf, wie der Versuchsteilnehmer die Website wahrnimmt, also wie die Blicke über die Seite wandern und an welchen Stellen eine längere Betrachtung einsetzt. Das Ergebnis ist eine so genannte Heatmap – zu Deutsch Wahrnehmungskarte. Diese zeigt mit einem transparenten Farbraster – z.B. rot für starke Wahrnehmungen oder blau für wenig Blickkontakt – welche Bereiche stark, mittel oder kaum wahrgenommen werden.

      bsp-heatmap-stylranking-blog 
      Heatmeap styleranking Blog

      Welchen Nutzen bietet Eyetracking?
      Entscheidend bei einer Werbeanzeige, Website oder einem Werbebrief ist neben der richtigen inhaltlichen Ausrichtung vor allem die Wahrnehmung. Der beste Preis, die überzeugendsten Argumente oder die aufregendsten Bilder verpuffen in ihrer Wirkung, wenn diese nicht passend aufbereitet und platziert sind. Genau hier bietet das Eyetracking im Labor oder in der Simulation die Wahrnehmung zu prüfen und ggf. zu optimieren. Man kann dies grob auf den Nenner bringen:
      Wirkungserfolg bei der richtigen Zielgruppe = Inhalt/Angebot + Wahrnehmungsgestaltung

      Wie funktioniert die Eyetracking-Simulation?
      War bis dato die klassische Blickverlaufsanalyse mit Probanden und Equipment teuer und langwierig (Auswahl Probanden, Einladung, Setup der Gerätschaften usw.), so bieten die Simulationen eine deutliche Beschleunigung und Vereinfachung. Basierend auf den Erkenntnissen aus vielen Studien funktioniert eine Simulation nach einem mathematischen Algorithmus, der die Blickverläufe für ein Testobjekt vorausberechnet.  Dabei wird ein Testobjekt mittels Upload oder per URL Aufruf in das Tool eingespeist und darauf folgt eine automatisierte Analyse mittels dem Algorithmus.

      Welche Tools gibt es und wie unterscheiden sich diese?
      Momentan – soweit mir bekannt – gibt es drei Tools:
      -    Attention Wizard (USA)
      -    FengGui (Israel)
      -    EyeQuant (Deutschland)

      Erfahrung konnte ich bisher mit Attention Wizard und EyeQuant sammeln. Das Grundprinzip ist bei beiden identisch: Ein Screenshot bzw. Bild wird hochgeladen und vom Tool verarbeitet.

      Bei Attention Wizard sind die Möglichkeiten auch auf den Upload beschränkt. Bei EyeQuant hingegen gibt es zusätzlich noch jede Menge Einstellmöglichkeiten. Das Testobjekt kann zusätzlich über URL-Eingabe in das Tool eingespeist werden und einzelne Bereiche innerhalb des hochgeladenen Testobjektes können ausgewählt werden. Diese werden dann neben der generellen Untersuchung auf ihren Wahrnehmungsfokus hin analysiert. Zusätzlich bietet EyeQuant noch mehrere Darstellungen der Heatmaps, sowie den Abruf der Ergebnisse in den Formaten Bild, PowerPoint oder PDF.

      Wie verlässlich sind die Simulationen?
      Laut eigenen Angaben der Anbieter bewegt sich die Genauigkeit der Simulationen im Vergleich zu reellen Blickverlaufsstudien in einer Bandbreite von 75 % (FengGui) bis 94 % (EyeQuant). Wobei bei EyeQuant hier mehr Informationen über die Berechnungsbasis gegeben wird. Weitherhin werden laut eigenen Angaben von EyeQuant „Über 300 Probanden in einem Aufmerksamkeitsmodell“ als Basis in eine Berechnung mit einbezogen.

      Praxiserfahrungen
      Ich selbst habe in einigen Projekten schon erfolgreich mit der Blickverlaufsimulation gearbeitet und kann dieses Instrument im Bereich der Optimierung oder Konzeption empfehlen. Ein öffentlicher Case zeigt sehr schön, wie für eine Landing Page eine 177 %ige Conversion-Steigerung mithilfe der Eyetracking-Simulation und nachfolgender Neugestaltung erreicht wurde.

      Persönliches Fazit
      Aus meiner Sicht ist EyeQuant momentan das umfangreichste und qualifizierteste Tool am Markt. Vor allem der universitäre Background – das Tool ist aus einer Ausgründung der Universtät Osnabrück entstanden – spricht für eine gesicherte wissenschaftliche Prognosebasis.

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