Im Gegensatz zu a/b- und Multilevel-Tests werden bei mulitvariaten Tests (auch als multivariante bezeichnet) mehrere Testelemente parallel getestet. Man kann sich das auch so verstellen, wie wenn verschiedene a/b-Tests parallel gefahren werden. Hierdurch entsteht sehr schnell eine komplexe Teststruktur.
Wie ermittelt man nun bei einem multivariaten Test die Anzahl der Varianten und die Teststruktur?
Zuerst werden die Testelemente und deren Ausprägungen erfasst. Nehmen wir einmal an, es wird bei einer Landing Page Optimierung für ein Bausparangebot die Überschrift und das eingesetzte Bild getestet. Somit ergeben sich zwei Testelemente: Überschrift und Bild. Im nächsten Schritt werden nun zu jedem Testelement die Testlevel, also die verschiedenen Ausprägungen aufgelistet. Hierbei hat sich aus meiner Erfahrung eine tabellarische Auflistung bewährt. Hierbei wird jedem Testelement ein Buchstabe und jedem Testlevel (Ausprägung) eine fortlaufende Nummer zugeordnet. Damit können wir nachher einfacher die Variantenanzahl und die Testmatrix ermitteln. Die Auflistung für unser Beispiel der Landing Page Optimierung könnte dann wie folgt aussehen:
Im weiteren Verlauf werden nun mittels eines lateinischen Quadrats alle möglichen Testvarianten ermittelt. Es geht darum jede mögliche Kombination der verschiedenen Testelemente und Ihrer Ausprägung zu erfassen.
Die Kombination aller Elemente und Ausprägungen ergeben eine Testmatrix mit neun Varianten. Dieser Ansatz bei dem allen Faktoren (Elemente und Level/Ausprägungen) miteinbezogen und kombiniert werden wird auch in der Testfachsprache als “full factiorial Testing” bezeichnet. Die Varianten-Menge kann hierbei auch durch Multiplikation der Anzahl der Testlevel ermittelt werden. In unserem Beispiel haben wir je 3 Testlevel pro Testelement (siehe hierzu auch die erste Tabelle) also 3 x 3 = 9 Varianten.
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