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Praxiswissen zu Testing, Optimierung und Landingpage


Bericht vom Internetvortrag Optimierung Pay per Click-Anzeigen im Zusammenspiel mit Landing Pages

Vergangenen Mittwoch, am 30.07.2008 veranstaltete – wie hier angekündigt – Marketing Experiments ein Webinar (Internetvotrag mit begleitender Telefonkonferenz) zum Thema Optimierung von Pay Per Click Anzeigen wie AdWords im Zusammenspiel mit Landing Pages. Im Votrag wurden nach ein paar Grundlagen Beispiele live durchgesprochen und Optimierungstips gegeben.

Zu den Grundlagen:
Das wichtigste bei der Optimierung von Pay Per Click-Anzeigen in Kombination mit Landing Pages ist es sich im Vorfeld über die Motivation der Zielgruppe Gedanken zu machen. Was für eine Problem genau beschäftigt die Zielgruppe? Wie sieht die angebotene Lösung aus, welchen Nutzen zieht der potentielle Kunde daraus? Aus diesen Fragen heraus, gilt es dann die passenden Schlüsselbegriffe auszuwählen, anschließend Problem und Lösung in der Anzeige anzusprechen und beides weitergehend auf der Landing Page auszuführen. Wichtig ist hierbei das Zusammenspiel bzw. die Relevanz von Keyword, Anzeige und Landing Page. Diese Grafik verdeutlicht recht gut die Wechsel-Beziehung dieser Elemente.

grafik-keyword-anzeige-lp 
Zusammespiel Keyword, Anzeige, Landing Page (Screenshot erstellt mit SnagIT)

Wie bereits bei dem von mir entwickelten und hier beschriebenen LIZ-Modell  ist es wichtig, für die Landung auf der Landing Page den richtigen Bezug herzustellen. Dieser fängt bei PPC-Kampagnen bereits beim Keyword an, geht über die Anzeige und endet auf der Landing Page bzw. sollte bei nachfolgenden Schritten auch weiter durchgezogen werden.

Die Praxisbeispiele:
Behandelt wurden insgesamt vier von Teilnehmern eingesandte Praxisbeispiele. Nachfolgend habe ich zwei herausgegriffen und die Optimierungsvorschläge zusammengefasst:

1) Taschenmesser Onlineshop
Der erste Praxisfall war der Oregon Knif Shop. Dieser verkauft schweizer Taschenmesser unterschiedlichster Hersteller. Geworben wird mit Keywords wie z.B. swiss army knives. Die Anzeige verspricht einen Rabatt von 20-50% und für die meisten Produkte eine portofreie Versendung. Die nachfolgende Folie zeigt Keywords, Anzeig und Landing Page:

beispiel-messershop 
Beispiel eines Messershops (Screenshot erstellt mit SnagIT)

Die Verbesserungsvorschläge:

  • Der Rabatt ist sehr vage gehalten und sollte spezifiziert werden
  • Bei ein Rabatt- Spannen nimmt ein Nutzer immer den unteren Wert als sicher an, besser ist es z.B. mit bis zu 50% zu werben
  • Ein Rabatt reicht als Alleinstellungs- bzw. Vorteilsmerkmal nicht aus, da im Internet heute ein Rabatt häufig als gegeben vorausgesetzt wird
  • Zur klaren Positionierung fehlt etwas Spezielles. Eine Abhilfe wäre z.B. sich mit der Größe des Sortiments abzuheben. Eine Angabe wie etwa “5.000 verschiedene Messer im Sortiment” oder ähnlichem würde diesem Ansatz gerecht werden
  • Statt kein Porto und Versand sollte lieber mit Worten wie frei oder gratis gearbeitet werden, da diese positiver besetzt sind z.B. portofrei oder Versand gratis
  • Auf der Landing Page fehlen die in der AdWord-Anzeige erwähnten Anreize d.h. hier findet sich kein Hinweis auf Rabatt oder Portofreiheit
  • Die Landing Page gibt keinerlei Entscheidungshilfe bei der angebotenen Produktauswahl. Besser wäre hier eine Hilfestellung durch z.B. eine Einordnung nach Kriterien wie bester Preis, bester Qualität oder Bestseller zu geben

2) Branchensoftware für Reinigungsdienstleister
Das zweite Praxisbeispiel stellte ServiceCEO, ein Hersteller einer Branchensoftware für Reinigungsdienstleister. Geworben wird über die Schlüsselbegriffe cleaning software. Die Anzeig spricht von der meistverbreiteten Software und bietet eine Probenutzung (Demo) an. Auch hier zeigt die folgende Folie Landing Page, Anzeig und Keywords an:

beispiel_softwaranbieter
Beispiel eines Softwareanbieters
(Screenshot erstellt mit SnagIT)

Die Optimierungshinweise:

  • In der AdWord-Anzeige wird von einer Probenutzung (Demo) gesprochen, auf der Landing Page von Zugang (Acess) dies ist widersprüchlich und missverständlich
  • Besser wäre es in der Anzeige von einer gratis Probenutzung zu sprechen, das wirkt anziehender
  • Vorschlag um es im Titel der Anzeige auf den Punkt zu bringen: “Free Cleaning Software” also zu deutsch “Gratis Reinigungs-Software”
  • Die Domain ist ohne sprechenden Bezug, es kommt kein unterstützendes oder verdeutlichendes Keyword darin vor
  • Das Logo und die Untermarke geben keinen klaren Anhaltspunkt, dass es sich um einen Softwarehersteller handelt
  • Das Bild hat zwar etwas mit Reinigung zu tun aber gibt keinen Bezug zur Software. Vorschlag ist eine Softwarebox mitabzubilden oder ähnliches
  • Der Inhalt der Landing Page ist sehr gering und nicht wirklich ausreichend um Vertrauen aufzubauen
  • Die angegebene Kundenzahl wirkt glaubwürdiger, wenn Sie ungerade ist wie z.B. 17.341
  • Der Button sollte nochmals die kostenfreie Probenutzung aufgreifen

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Info:
Bericht vom Internetvortrag Optimierung Pay per Click-Anzeigen im Zusammenspiel mit Landing Pages ist Beitrag Nr. 113
Autor:
Christopher Meil am Montag, 04. August 2008 um 20:13
Kategorie:
Landingpage Praxisbeispiele, Veranstaltungen
Tags:
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1 Kommentar »

  1. Veranstaltungstip: 13. August Internetvortrag zur Optimierung von Pay Per Click-Anzeigen und landingpages » Testland-Blog

    [...] wie z.B. Google AdWords im Zusammenspiel mit landingpages nach. Über das letzte Seminar hatte ich ja hier berichtet und und das Webinar kann nun auch hier nochmal als Flashfilm angesehen werden. Ich bin mir sicher, [...]

    #1 Pingback vom 09. August 2008 um 11:28

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